Naturschutz- und Landschaftspflege haben wir gemäß Satzung auch auf unsere Fahnen geschrieben.

Bereits 1989 bauten wir mit Geldern des Landes NRW am Seerandweg einen Fledermausstollen. Der damalige Naturschutzwart Günter Servatius blieb den Fledermäusen mit einem Detektor auf den Spuren und stellte fest, wo Fledermäuse ihre Quartiere hatten.

Der 1997 gewählte Naturschutzwart Franz Kronenberg stellte fest, dass im Flurteil Kuttefroitscheidt bei Schmidt eine alte, seit ca. 30 Jahren ungepflegte Streuobstwiese wie so viele im Umland dahinwuchert. Er stellte seinen Plan, diese Streuobstwiese, die heute der Stadt Nideggen gehört und von einem hiesigen Jäger gepachtet ist, zu renaturieren, dem Vorstand vor. Dieser Plan wurde euphorisch aufgenommen. Im Frühjahr wurden alle 78 Bäume gewaltig beschnitten. Tote Bäume blieben stehen, um Kleingetier Behausung zu sein. Die abgeschnittenen Äste und Reiser wurden am Wiesenrand aufgeschichtet zum Unterschlupf für andere Kleintiere. Trotz Maschineneinsatz war die erforderliche Handarbeit beträchtlich. In jedem Sommer ist diese Arbeit nach der Heuernte erneut erforderlich.

Das wild wuchernde Gras wurde gemulcht, damit neues Gras nachwachsen kann. Im Zuge einer Naturschutzwanderung durften alle 22 neuen Mitglieder des Jahres 1997 einen jungen Baum auf die alte und eine benachbarte Wiese setzen. Auch die Bürgermeister von Nideggen und Schmidt setzten gemeinsam einen neuen Nussbaum. Seit 1998 werden die Bäume nun laufend gepflegt. Das Gras wird im Spätsommer gemäht und als Pferdeheu verwendet.
2004 wurden weitere 8 Bäume auf der unteren Wiese gepflanzt.

Beim ABK in Schmidt wurden Brutkästen für Steinkäuze bestellt, die in den Kronen der Obstbäume befestigt wurden. Inzwischen sind einige davon bewohnt.

Innerhalb der Ortslage gibt es noch einige Quellsümpfe, die auf Anregung der Biologischen Station des Kreises Düren in Nideggen-Brück gesichert werden. D. h., das mit den Besitzern im Herbst die Wiesen per Hand gemäht werden, denn ein Maschineneinsatz ist dort nicht möglich.

Für diese Bemühungen, etwas Natur in unserer Heimat zu erhalten, wurde unsere Ortsgruppe im Oktober 2000 mit dem "Konrad Schubach-Natur- und Kulturpreis" ausgezeichnet.